{"id":34,"date":"2020-06-29T11:13:13","date_gmt":"2020-06-29T11:13:13","guid":{"rendered":"http:\/\/pianoklangzeit.de\/?page_id=34"},"modified":"2020-10-12T14:33:29","modified_gmt":"2020-10-12T14:33:29","slug":"neue-cd-2020","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pianoklangzeit.de\/?page_id=34","title":{"rendered":"Neue CD &#8211; Raum und Zeit"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pianoklangzeit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/bernd_mathias_zeit_und_raum_cover-1024x927.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/pianoklangzeit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/bernd_mathias_zeit_und_raum_cover-1024x927.jpg 1024w, https:\/\/pianoklangzeit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/bernd_mathias_zeit_und_raum_cover-300x272.jpg 300w, https:\/\/pianoklangzeit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/bernd_mathias_zeit_und_raum_cover-768x695.jpg 768w, https:\/\/pianoklangzeit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/bernd_mathias_zeit_und_raum_cover-1536x1391.jpg 1536w, https:\/\/pianoklangzeit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/bernd_mathias_zeit_und_raum_cover.jpg 1630w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" width=\"1024\" height=\"927\">\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p><\/p>\n\n\n<\/p>\n<p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<\/p>\n<p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<\/p>\n<h4>Im Sommer letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit, in einem Saal mit einem tollen Fl\u00fcgel ( Steinway D ) meine Kompositionen aufnehmen zu k\u00f6nnen.<br \/>Die Stadt St. Wendel hat mir den Raum zur Verf\u00fcgung gestellt, daf\u00fcr auch hier meinen Dank. Mastern konnte ich die Aufnahmen auf dem Kurhaus Harschberg in St.Wendel bei Bernhard Wasmund. Mein Freund Joachim mit seinem \u201eHI-END-Geh\u00f6r\u201c stand uns beratend zur Seite. Klaus Riefer im Raum nebenan malte das Bild f\u00fcrs Cover.<br \/>Also insgesamt eine regionale und fast famili\u00e4re Zusammenarbeit.<\/h4>\n<p>\n\n\n<p><\/p>\n<p><strong>Informationen zur CD &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\u201eRAUM UND ZEIT\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; von&nbsp;&nbsp; Bernd Mathias<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Kompositionen sind in den letzten 10 Jahren entstanden, der Titel Raum und Zeit, der auch Name der CD geworden ist, stammt aus den neunziger Jahren. Da ich im Jazz und der Klassik zu Hause bin und Abwechslung im musikalischen Bereich liebe, ist eine gro\u00dfe Bandbreite auf der CD zu h\u00f6ren. Es folgen Beschreibungen zur &nbsp;Entstehung und den musikalischen Inhalten der einzelnen Titel.<\/p>\n<p><strong>Fr\u00fchlingstanz<\/strong> entstand aus einem rhythmischen Motiv f\u00fcr die linke Hand, das sich durch verschiedenen Akkordwechsel bewegt. Die Dauer der Tonarten ist nicht festgelegt. Die Wechsel erfolgen spontan. Weil noch keine Melodie als Thema geschrieben war, habe ich die Themen bei jeder Auff\u00fchrung&nbsp; immer neu erfunden. Das war f\u00fcr mich so interessant, dass ich keine Melodie mehr aufgeschrieben habe. Bei jeder Auff\u00fchrung hatte ich Freude daran, neue Ideen einzubringen und mich selbst \u00fcberraschen zu lassen. Das St\u00fcck repr\u00e4sentiert die Energie und Lebensfreude des aufbrechenden Fr\u00fchlings, einen Tanz in der Sonne, den kleine Kinder spontan im Freien vollf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Industriezeit<\/strong> ist mir beim Betrachten von Fotos f\u00fcr eine Ausstellung zur Industriekultur eingefallen. Die Fotos weckten in mir Erinnerungen an die Huf- und Wagenschmiede meines Gro\u00dfvaters, &nbsp;die sich in unserem Haus befand; die M\u00e4chtigkeit eines tonnenschweren Hammers, welcher \u00fcber Transmissionen angetrieben wurde und die Schl\u00e4ge auf den Amboss. Ich kann mich auch daran erinnern, als ich das erste Mal eine Dampflokomotive erlebte, die sich an unserem Bahnhof in Gang setzte. Die Kraft, der Sound und der Dampfaustritt haben mich v\u00f6llig \u00fcberw\u00e4ltigt. Generell herrschte in den 60er- Jahren eine Stimmung der Machbarkeit von allem. Bei der ersten Darbietung des Songs begann ich spontan mit den \u201eHammerschl\u00e4gen\u201c, die durch Saitend\u00e4mpfung mit der Hand erzeugt werden. Durch die Verschiebung der Finger auf der Saite w\u00e4hrend des Anschlags ver\u00e4ndern sich die Obert\u00f6ne des Klanges und es entsteht ein metallischer Klang.<\/p>\n<p><strong>For HP<\/strong> war zun\u00e4chst eine Komposition ohne Namen, bis ich f\u00fcr eine Vernissage eines verstorbenen Freundes dieses St\u00fcck ausw\u00e4hlte. Es sind zwei gegens\u00e4tzliche Seiten in dem St\u00fcck vorhanden, ein Sieben-Achtel- Ostinato mit einem schr\u00e4gen Thema, gefolgt von einem melancholischen &nbsp;Gegenpart. HP war in fr\u00fcheren Zeiten oft bei Sessions in meiner Wohnung dabei und spielte als \u201eNichtpianist\u201c interessante, unkonventionelle Patterns auf meinem Fl\u00fcgel. Von daher kannte ich auch seine Vorlieben und war mir sicher, dass ihm dieses St\u00fcck gefallen h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Januar<\/strong> ist wie ein sanfter Flug durch eine Winterlandschaft. Die linke Hand spielt eine flie\u00dfende Begleitung im 7\/4- Takt, der dadurch einen schwebenden Charakter bekommt. Die Melodie w\u00fcrde ich als \u201ek\u00fchl-melancholisch\u201c bezeichnen, eben passend zu Schnee und Winter.<\/p>\n<p><strong>Raum und Zeit<\/strong> beginnt in freiem Tempo mit chromatischen R\u00fcckungen des \u201cmystischen Akkordes\u201d von Alexander Skryabin. Diese Kl\u00e4nge lassen sofort einen beeindruckenden Raum entstehen. Das chromatische Motiv wird improvisatorisch fortgef\u00fchrt und variiert. Ein Bass_Ostinato im 5\/4 -Takt, \u00fcberlagert von pulsierenden 16-tel- &nbsp;Ketten bringt den Faktor Zeit ins Spiel, und mit dem fast schon pathetischen Thema nimmt das Ganze Fahrt auf. Anschlie\u00dfend folgt ein Chorus \u00fcber das 5\/4-tel Motiv, der sich steigert, bis der Rhythmus aufbricht und die Zeit dadurch wieder \u201ezerf\u00e4llt\u201c.<\/p>\n<p><strong>Kontrapunkt<\/strong> ist quasi als Aufrags-Komposition zu dem gleichnamigen Motto einer Konzertreihe entstanden. Eine Tonfolge in Gegenbewegung, gefolgt von einem Thema mit&nbsp; kontrapunktischen Begleitmotiven &nbsp;erinnert an die Musik der Barockzeit. Dann folgt eine Jazzimprovisation &nbsp;\u00fcber die Harmonien des St\u00fcckes. Eingeflochten ist noch ein Verweis auf ein Pr\u00e4ludium von J.S. Bach aus dem \u201eWohltemperierten Klavier\u201c.<\/p>\n<p><strong>Merkur <\/strong>entstand f\u00fcr eine Performance, bei der die 7 Planeten live zu Musik gemalt wurden. Der Planet Merkur repr\u00e4sentiert den Verstand und die Lernf\u00e4higkeit. Er ist ein Symbol f\u00fcr Denkverm\u00f6gen und Kommunikation, &nbsp;auch f\u00fcr \u00dcberraschungsmomente. Der Song beginnt mit einem klar strukturierten kurzen Thema, das mit einem \u201e\u00dcberraschungsbreak\u201c in eine kontrastierende Improvisation \u00fcber chromatisch aufsteigende Akkordstrukturen f\u00fchrt. Das St\u00fcck ist urspr\u00fcnglich f\u00fcr mehrere Musiker komponiert, der Faktor Kommunikation&nbsp; w\u00e4re dann nat\u00fcrlich pr\u00e4senter. \u00dcber die dann einsetzenden rhythmischen Patterns w\u00e4re ein Schlagzeugsolo obligatorisch. Diese Vorstellungen hatten &nbsp;einen starken Einfluss auf die Gestaltung der Solo-Version .<\/p>\n<p><strong>For Joachim<\/strong> ist f\u00fcr einen Freund komponiert, der sich ein ruhiges St\u00fcck mit Trancecharakter w\u00fcnschte.&nbsp; Es erm\u00f6glicht &nbsp;mit seiner \u201esparsamen\u201c Harmonisation eine Phase der Entspannung und des Eintauchens in den gleichf\u00f6rmigen Fluss der Improvisation.<\/p>\n<p><strong>September<\/strong> komponierte ich im gleichnamigen Monat. Das St\u00fcck vermittelt die Sch\u00f6nheit des Sp\u00e4tsommers, gepaart mit einer&nbsp; Sehnsucht nach dem Flair des vergangenen Sommers. Ausgangspunkt war ein kleines 5\/8 \u2013Motiv in der linken Hand, das eine melancholische Stimmung aufkommen l\u00e4sst. &nbsp;Die Melodie setzt ein und&nbsp; spinnt sich weiter durch fortlaufende Tonarten, die durch Modulationen der Figur in der linken Hand entstehen.<\/p>\n<p><strong>Suchen und Finden <\/strong>war ein Experiment, auf rein intuitive Art &nbsp;Melodien und Akkorde &nbsp;zu finden. So entstand zun\u00e4chst ein freies Thema ohne Begleitung im ersten Teil, danach eine Improvisation in &nbsp;sehr ruhigem Tempo \u00fcber eine Akkordfolge, die sich meist durch chromatische Ver\u00e4nderung von einzelnen oder auch mehreren T\u00f6nen eines Dreiklanges ergaben. Die Auswahl entstand einfach durch probieren und entscheiden, welche Ver\u00e4nderung am besten auf mich wirkte.<\/p>\n<p><strong>Besinnung&nbsp; <\/strong>ist eine ruhige, freie Improvisation, &nbsp;entstanden an einem Aufnahmetag in einer Pause.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit, in einem Saal mit einem tollen Fl\u00fcgel ( Steinway D ) meine Kompositionen aufnehmen zu k\u00f6nnen.Die Stadt St. Wendel hat mir den Raum zur Verf\u00fcgung gestellt, daf\u00fcr auch hier meinen Dank. Mastern konnte ich die Aufnahmen auf dem Kurhaus Harschberg in St.Wendel bei Bernhard Wasmund. 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